Datum:  10.02.2010
Kategorie: Bayern

Prälat-Michael-Thaller-Schüler wollen Lebensweltmeister werden - Abensberger Tagblatt

 

Mit Wandzeitung und Fußballturnier: Bei dem deutschlandweiten Projekt freuen sich die PMT-Schüler vor allem auf den Wettkampf mit Regelschulen

Abensberg. Das Turnier der besten Fußballnationalmannschaften, dass im Sommer in Südafrika beginnt, steht Pate für den größten Schulwettbewerb, an dem die Prälat-Michael-Thaller-Schule jemals mitgemacht hat. „An einem deutschlandweitem Projekt sind wir das erste Mal dabei“, ist von Sven Megerle zu hören. Er gehört zu den Lehrern, die sich gemeinsam mit den Siebt- bis Neuntklässlern der Förderschule derzeit auf die Lebensweltmeisterschaft vorbereiten.

Was vergibt sich hinter diesem Begriff? Da hilft Kirstin Wolf weiter. Sie ist Landeskoordinatorin für den Wettbewerb und besuchte unlängst die Abensberger Förderschule. Vor vier Jahren wurde das Projekt beschränkt auf Schleswig-Holstein erstmals durchgeführt. Schulen sollten sich mit den an der Weltmeisterschaft teilnehmenden Ländern beschäftigen, über Kultur, Sitten und Sprache Nachforschungen anstrengen – und selbstverständlich Fußball Spielen.

Diesmal ist der Wettbewerb auf Schulen in ganz Deutschland ausgeweitet, wie Megerle und Wolf berichten. Der Andrang war auch groß. Und so wurden unter den Bewerbern 204 Schulen ausgelost, die teilnehmen können. Die Zahl gehe auf die Anzahl der an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft gestarteten Mannschaften zurück. So sagt es Sven Megerle. Jeder Teilnehmer erhielt ein Land zugelost, auf die Thaller-Schule entfiel Irland. Schon diese Auslosung in der Allianz-Arena mit der Nationalspielerin Melanie Behringer sei ein Erlebnis gewesen. „Für uns ist es schon interessant, sich mit Regelschulen zu messen.“ Fügt Megerle hinzu. Denn teilnehmen können alle – vom Gymnasium angefangen bis hin zur Förderschule. „In Bayern machen mit 14 am meisten Förderschulen mit“, berichtet Wolf.

Der Wettbewerb ist zweigeteilt. Derzeit sind an der Thaller-Schule sieben Arbeitsgruppen dabei, für eine Wandzeitung Informationen zusammenzustellen. Die Schülerinnen und Schüler tragen das Wissen aus dem Internet und aus Büchern zusammen. Themen werden laut Megerle etwa Freizeitverhalten, Sprache, Sport allgemein oder auch Jugendschutz sein. Dabei ist auch Kreativität gefragt. „Wir werden dazu beispielsweise eine CD mit irischen Liedern aufnehmen“, kündigt Megerle an. Die Wandzeitung muss Mitte Februar eingereicht werden. Anfang März entscheidet laut Wolf eine Jury – bestehend aus Mitgliedern des Kultusministeriums sowie Vertretern von Eltern und Schülern – über die Bewertung.

Gleichzeitig wird ein Fußballturnier ausgespielt. „Wir haben einige Jugendliche im Kader, die auch bei Vereinen spielen“, ist hier Megerle guter Dinge. Kirstin Wolf erklärt den Modus: Es gibt Bundeslandweite Vorrunden. Dabei werden am Ende die erreichten Punkte aus der Bewertung der Wandzeitungen mit eingerechnet. Die auf diese weise ermittelten besten Mannschaften kommen weiter. Im Mai wird dann eine Endrunde mit den 32 verbleibenden Mannschaften gespielt. Es warten interessante Preise. So gibt es als zweiten Preis ein Training mit einem bekannten Fußballlehrer, als dritten Preis den Besuch bei einer Musikgruppe der eigenen Wahl. Der erste Preis ist noch ein Geheimnis. Federführend in der Gesamtorganisation ist die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V.


Ein Wettbewerb der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V.

in Kooperation mit dem EPIZ Entwicklungspädagogisches Informationszentrum Reutlingen im Arbeitskreis Eine Welt e.V.

  
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